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17.06.2011

DRK zeichnete in Hannover 51 Schulen 
als „Humanitäre Schule“ aus 

 

Foto (Marek Kruszewski): Vertreter der 51 Schulen
in Niedersachsen, die am 17. Juni 2011 
vom Jugendrotkreuz des DRK-Landesverbandes Niedersachsen als "Humanitäre Schule" ausgezeichnet wurden.

Hannover / Emsland. 51 Schulen mit insgesamt 1.500 Schülern beteiligten sich im Schuljahr 2010/2011 an der Kampagne „Humanitäre Schule“, die vom Jugendrotkreuz (JRK) des DRK-Landesverbandes Niedersachsen entwickelt wurde. Heute erhielten sie im Cinemaxx am Raschplatz in Hannover für ihren hervorragenden Einsatz im Rahmen einer Abschlussfeier das Zertifikat „Humanitäre Schule“ vom JRK überreicht.
Rund 600 Teilnehmer kamen dafür nach Hannover, vor allem Schüler und Lehrkräfte, aber auch Repräsentanten aus Politik und Gesellschaft.
Auch die Vizepräsidentin des DRK-Bundesverbandes in Berlin Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg war gekommen, um den Schülerinnen und Schülern ihren Dank auszusprechen: „Mit der Kampagne ‚Humanitäre Schule‘ wird das Ziel verfolgt, Solidarität zu üben, Schwächeren Hilfe zu geben. Es geht um die grundsätzliche Auseinandersetzung mit der Frage: Wo und wie können wir uns für Menschlichkeit engagieren … Wir können auf all diese Schüler, die heute hier sitzen, mit Recht stolz sein und sagen: Ihr packt nicht nur die Probleme an, ihr entwickelt auch Ideen und setzt euch in eurer Freizeit für andere Menschen ein. Das Vorurteil, die Jugend von heute sei für gesellschaftliche Vorgänge kaum zu begeistern, habt ihr alle hier in Niedersachsen ganz kräftig widerlegt.“
 
Dr. Stefan Porwol, Staatssekretär im Niedersächsischen Kultusministerium, würdigte die Leistung der Kampagne des Jugendrotkreuzes als einen wesentlichen Beitrag bei der Erziehung zur Mitmenschlichkeit, denn „nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir“, erklärte er Seneca zitierend. „Bildung und Erziehung, gerade in der Schule, sollen auf das Leben als Erwachsener vorbereiten, mit seinen vielen Aufgaben und Pflichten im Beruf, in der Familie, in der Gesellschaft, in der Öffentlichkeit.“ Grundlage sei dabei gerade die Menschlichkeit.

Karin von Heimburg, Vizepräsidentin des DRK-Landesverbandes Niedersachsen und Initiatorin der Kampagne, lobte ebenfalls den Einsatz der Schüler: „Auch in diesem Jahr habt ihr, liebe Schülerinnen und Schüler, sensibel und kreativ Erstaunliches organisiert. Ich danke euch für euer Engagement und hoffe, ihr habt auch weiterhin Mut und Entschlossenheit, euch einzubringen.“ Um als „Humanitäre Schule“ ausgezeichnet zu werden, mussten die Schüler zum einen am Planspiel h.e.l.p. teilnehmen, bei dem sie einen kriegerischen Konflikt in den fiktiven Regionen „Malea und Lufar“ zu lösen hatten und dabei die Grundzüge des Humanitären Völkerrechts kennen lernten. Zum anderen mussten sie ein eigenes soziales Projekt auf die Beine stellen, das heute bei der Zertifikatsübergabe kurz vorgestellt wurde. Sie hatten beispielsweise Sponsorenläufe oder andere Spendenaktionen für die Katastrophenopfer in Pakistan, Haiti und Japan organisiert oder für bedürftige und kranke Menschen in Deutschland. So unterstützten sie etwa die Bückeburger Tafel, den Verein für krebskranke Kinder e. V. oder stellten gemeinsame Projekte mit Seniorenheimen, Kindergärten oder auch einer Schule für mehrfachbehinderte Kinder auf die Beine.

„Es war ein guter Lernprozess für unsere Klasse. Wir haben dabei gelernt, zusammenzuhalten und uns für andere in unserer Freizeit einzusetzen. Wir hatten uns ein hohes Ziel gesetzt und erfahren, dass wir das auch erreichen können, wenn wir es gemeinsam anpacken“, erklären Jana Grünreich und Justine Schimank von der Krankenpflegeschule der DRK-Schwesternschaft Clementinenhaus in Hannover, die heute auch zertifiziert wurde. Sie unterstützten ein Projekt, das Lebensmittel an bedürftige Menschen ausgibt, einmal wöchentlich auch in Form eines gesunden Frühstücks an die Kinder eines benachbarten Kindergartens. Für die Kleinen richteten die Krankenpflegeschüler eine fröhliche Faschingsfeier aus.

Zur Feier im Cinemaxx kam auch Claus Muchow, Bambi-Gewinner 2010 in der Kategorie „Stille Helden“, und berichtete den Gästen von seinen Auslandseinsätzen für das DRK in Katastrophengebieten wie in Pakistan, China oder Haiti.
Für ordentlich Stimmung sorgte die Musikgruppe „Planet Emily“ mit ihren Songs „Nummer 1“, „Alte Zeiten“ und „Vielen Dank“.

Mittlerweile haben rund 7.000 Schülerinnen und Schüler an der Kampagne „Humanitäre Schule“ des DRK-Landesverbandes Niedersachsen teilgenommen. Bereits zum siebten Mal vergibt das JRK die gleichnamige Auszeichnung. 
 
Folgende Schulen aus dem Emsland wurden als „Humanitäre Schule“ ausgezeichnet:
 
  • Papenburg BBS Papenburg
  • Papenburg Mariengymnasium Papenburg 
  • Meppen Marienhaus-Schule Meppen
  • Haren Gymnasium Haren 
  • Haupt-Realschule Spelle