18.08.2011
„JuMP“ – DRK und Stadt Papenburg unterschreiben Projektkonzept
Gemeinsam mit der langjährigen DRK-Mitarbeiterin Helen Wessels wird Stephanie Krieger, neue Mitarbeiterin der DRK-Migrationsberatungs- und Kontaktstelle, die Umsetzung des Projektes angehen. „Wir wollen verschiedene Angebote und Strukturen schaffen, welche die Teilhabemöglichkeiten von Jugendlichen mit Migrationshintergrund in Bereichen, wie Bildung, Arbeit, Freizeit etc. stärken.“, fasst Krieger die Projektziele zusammen. „Viele wissenschaftliche Studien zeigen, dass Jugendliche mit Migrationshintergrund noch in der zweiten und dritten Generation nicht gleichberechtigt an den gesellschaftlichen Strukturen teilhaben können. Erfreulicherweise haben aber gerade Kommunen die Möglichkeit, diese Integrationsprozesse zu gestalten.“
Projektstart bildet zunächst einmal eine Bedarfsanalyse, in der die Potenziale, aber auch Problemstellungen der Stadt erfasst werden sollen. Dabei werden Institutionen und Organisationen, die sich mit Jugendlichen befassen, einbezogen. Auch die Jugendlichen selber kommen zu Wort. Erst danach sollen in zwei weiteren Projektphasen verschiedene Maßnahmen eingeleitet werden, um die Ziele ‚Jugendliche stärken‘, ‚Partizipation ermöglichen‘ und ‚Nachhaltige Strukturen schaffen‘ zu verwirklichen. Sowohl dem Deutschen Roten Kreuz, als auch der Stadt Papenburg ist es besonders wichtig, nachhaltige Lösungen zu schaffen und am bestehenden Angebot anzuknüpfen.
„Kein Jugendlicher darf, insbesondere was seine Bildungsbiographie betrifft, verloren gehen“, so Bürgermeister Bechtluft. „Mit diesem Projekt können wir das Angebot der Migrationsberatungs- und Kontaktstelle des DRK nun intensiv auf jüngere Menschen mit Migrationshintergrund ausweiten“, erläuterte Thomas Hövelmann vom DRK.
Annette Pöttker, Vorsitzende des städtischen Ausschusses für Kindertagesstätten, Schulen und Jugend erklärte zudem, dass der Fokus in der Migrationsarbeit der Stadt lange auf den Spätaussiedlern lag, man jedoch erkannt habe, dass verstärkt alle Kinder und Jugendlichen mit Migrationshintergrund in den Blick genommen werden müssen.
Die Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes sowie der Stadt und des Fachdienstes Jugend hoffen auf eine gute Resonanz zum Projekt und auf rege Beteiligung an den kommenden Angeboten.

