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15.10.2011

Neue Trainingsmethode auf dem Prüfstand –
45 Mitarbeiter starteten den Testlauf  

 
 

Foto (vrnl.): Heinz Hunfeld, Christof Witschen und Thomas Hövelmann vom DRK, beobachten gemeinsam mit Heinz Lind vom Landkreis Emsland den ersten Testlauf von Dr. Wolfgang Hagemann am Simulator.

Emsland. Für Fahrer von Einsatzfahrzeugen mit Sondersignal, d. h. mit Blaulicht und Martinshorn, herrscht ein deutlich erhöhtes Unfallrisiko. So steigt z. B. die Gefahr hoher Sachschäden um das 17-fache, und das Risiko schwer verletzt zu werden um das 8-fache gegenüber einer normalen Autofahrt. „Die fortwährende Schulung und Sicherheit unserer Rettungs- und Notarztwagenfahrer ist deshalb von größter Wichtigkeit.“, erklärt Thomas Hövelmann, Kreisgeschäftsführer des Deutschen Roten Kreuzes im Emsland. Vor diesem Hintergrund ließ sich die Führung des Emsländischen Rettungsdienstes, mit Thomas Hövelmann und Christof Witschen vom DRK, Heinz Lind vom Landkreis Emsland und Dr. Wolfgang Hagemann, leitender Notarzt und verantwortlich für eine einheitliche Ausbildung der Rettungskräfte im Emsland, kürzlich den Sondersignalfahrt-Trainer des Kreises Steinfurt als möglichen Trainings- und Schulungssimulator in der Meppener Rettungswache vorführen.

Dirk Hagemann von der Feuerwehr Ibbenbüren erläuterte die Möglichkeiten des EDV-gestützten Simulators und ließ Dr. Wolfgang Hagemann sogleich die realistische Übungssituation am Lenkrad testen.
Trainingsziele sollen unter anderem sein: Konzentration auf Fahrt und Verkehr, Früherkennung von gefährlichen Situationen und Handlungssicherheit unter Stress. Hierbei werden unterschiedliche Straßenverhältnisse, unvorhersehbare Reaktionen z. B. von Fußgängern, Überholmanöver und sonstige Gefahrensituationen wie rote Ampeln am Simulator geübt. „Zusätzlich gehört eine theoretische Einweisung in die Thematik zum Schulungsprogramm.“, sagt Dirk Hagemann am Ende der Vorführung. Insgesamt 45 Mitarbeiter starteten direkt im Anschluss die 3-tägigige Testphase der neuen Trainingsmethode.

Christof Witschen, Fachbereichsleiter des DRK-Rettungsdienstes, erläutert im Hinblick auf einen dauerhaften Einsatz des Gerätes: „Wir sind von der Notwendigkeit einer praxisnahen Schulung überzeugt. Zur Erhöhung der Sicherheit für alle Mitarbeiter, aber auch für alle anderen Verkehrsteilnehmer steht deshalb der Einsatz des Simulators als Schulungsmethode im Emsland auf dem Prüfstand.“