Gemeindedolmetscher (NIDO)Gemeindedolmetscher (NIDO)

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Gemeindedolmetscherdienste in Niedersachsen (NIDO)

Das NIDO-Projekt - Erfolgreich beendet

Gemeindedolmetschen in Niedersachsen (NIDO) war ein Projekt des Ethno-Medizinischen Zentrums e.V. (EMZ), gefördert durch das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung.

Das Projekt verfolgte das Ziel landesweit durch sprachliche Verständigungsangebote für Fachkräfte sowie Migranten/innen und Asylbewerber/innen Chancengleichheit zu unterstützen. Mit regionalen Dolmetscherpools wurde außerdem Integration und Teilhabe gefördert und über den Abbau von Sprachbarrieren  die Eigenverantwortung gestärkt.

Dazu identifizierte, schulte und aktivierte das Projekt in acht Regionen in Niedersachsen bereits gut integrierte Migranten/innen als Gemeindedolmetscher/innen. Nach der Ausbildung können diese Gemeindedolmetscher/innen in den Regeldiensten helfen, Sprachbarrieren abzubauen und zu einer besseren Verständigung beizutragen.

Insgesamt wurden 21 Personen (16 Frauen und 5 Männer) zur Teilnahme an der Schulung zum Gemeindedolmetscher/zur Gemeindedolmetscherin zugelassen. Insgesamt sind folgende 15 Fremdsprachen abgedeckt worden: Arabisch, Türkisch, Russisch, Bulgarisch, Jugoslawisch, Ukrainisch, Mazedonisch, Berber, Französisch, Englisch, Igbo, Rumänisch und Farsi/Dari.

Der DRK-Kreisverband Emsland e.V. führte die Organisation und die Umsetzung einer zweistündigen Gruppensupervision für die Gemeindedolmetschenden erfolgreich durch. Die Gruppensupervision fand am 29. November 2018 in der Geschäftsstelle in Meppen statt. Ebenso war die Standortkoordinatorin während der Veranstaltung vor Ort.

Diplom-Sozialpädagogin und systemische Familientherapeutin Kornelia Hille übernahm die Supervision. Gemeinsam mit der Gruppe wurden Strategien und Möglichkeiten erörtert, wie sich die Dolmetschenden in schwierigen Situationen abgrenzen können und mit eventuell aufkommenden Gefühlen, beispielsweise Trauer oder Wut, in und auch nach den Dolmetschsituationen besser umgehen zu können.

Die Atmosphäre unter den Projektteilnehmern war über die gesamte Schulungs- und Projektzeit hinaus sehr positiv. Die Teilnehmenden profitierten von ihren unterschiedlichen Erfahrungen im Bereich des Dolmetschens, tauschten sich während des Seminares lebhaft aus und unterstützten sich gegenseitig. Die Schulungsinhalte wurden sehr interessiert aufgenommen und die gesamte Gruppe nahm rege an Aufgaben, Rollenspielen und Übungen während der Schulung teil. Zum Abschluss des Projekts konnte ein vom EMZ zusammengestellter "Teilnehmerordner" mit allen Inhalten der Schulung an die Teilnehmenden ausgegeben werden.