Das Internationale Fest am Hauptkanal gehört seit Jahrzehnten fest zum Papenburger Veranstaltungskalender. Auch in diesem Jahr lockte das Fest wieder zahlreiche Besucher an und setzte ein sichtbares Zeichen für Vielfalt, Toleranz und gelebtes Miteinander. Für eine Person hatte die Veranstaltung jedoch eine ganz besondere Bedeutung: Helen Wessels wirkte zum letzten Mal als Mitorganisatorin mit.
Die langjährige Bereichsleiterin Migration beim DRK-Kreisverband Emsland wird im Sommer in den Ruhestand verabschiedet. Über viele Jahre hat sie das Internationale Fest gemeinsam mit dem Interkulturellen Arbeitskreis geprägt und weiterentwickelt. Mitwirkende und Besucher verbinden die Veranstaltung mit ihrem Engagement für Integration, Begegnung und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Auch bei der diesjährigen Auflage zeigte sich die besondere Atmosphäre des Festes. Vertreterinnen und Vertreter zahlreicher Nationen und Kulturen präsentierten Musik, Tanz, Sport und kulinarische Spezialitäten aus aller Welt und sorgten für ein abwechslungsreiches Programm auf der Bühne und an den Pavillons entlang des Hauptkanals.
Traditionell wurde das Fest in mehreren Muttersprachen offiziell eröffnet. Zum Abschluss versammelten sich die Beteiligten noch einmal gemeinsam vor der Bühne und sangen das Lied „Wir wollen aufstehen“ – ein symbolischer Moment für Zusammenhalt, Respekt und das friedliche Miteinander der Kulturen.
Unter den Ehrengästen befanden sich der stellvertretende Bürgermeister Heiner Butke, Vertreter des Präsidiums und Vorstandes vom DRK-Kreisverband Emsland und des DRK-Generalsekretariats aus Berlin sowie Gäste aus Wirtschaft, Kultur und Politik, darunter die parlamentarische Staatssekretärin Gitta Connemann (CDU), die Bundestagsabgeordnete Anja Troff-Schaffarzyk (SPD) sowie die Landtagsabgeordnete Andrea Kötter (SPD). Gemeinsam machten sie sich bei einem Rundgang über das Festgelände ein Bild von den vielfältigen Angeboten und kamen mit den Akteuren und Besuchern ins Gespräch. So nutzten auch viele Gäste die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen, neue Kulturen kennenzulernen und internationale Köstlichkeiten zu probieren.
„Zusammen haben wir wieder ein tolles, beeindruckendes Internationales Fest organisiert und durchgeführt. Darauf können wir gemeinsam stolz sein“, schrieb Wessels im Nachgang in einer persönlichen Dankesbotschaft an die zahlreichen Akteure. Bei ihren Rundgängen über das Festgelände habe sie durchweg positive Rückmeldungen erhalten. Die hohe Besucherzahl und die vielfältigen Angebote seien Ausdruck des großen Engagements aller Beteiligten gewesen.
Besonders wichtig war es ihr, den vielen ehrenamtlichen Helfern, Vereinen, Initiativen und Kulturgruppen zu danken. „Ohne euch ist das Internationale Fest nicht denkbar“, betonte sie. Das Fest lebe von den Menschen, die Jahr für Jahr Zeit, Ideen und Herzblut investieren. Seit der Erstauflage im Jahr 1988 steht das Internationale Fest für Offenheit, Respekt und Begegnung. Viele Menschen unterschiedlichster Herkunft haben hier eine Plattform gefunden, ihre Kultur vorzustellen und Kontakte zu knüpfen. Damit ist die Veranstaltung längst zu einem Symbol für ein weltoffenes Papenburg geworden.
Auch nach dem Abschied von Wessels soll diese Tradition fortgeführt werden. Die organisatorische Verantwortung wird künftig ihre Nachfolgerin Dr. Katja Möhle übernehmen. Bereits im Herbst sollen die Beteiligten zur Nachbereitung des diesjährigen Festes zusammenkommen und zugleich die Planungen für das Internationale Fest 2028 beginnen.
Für Helen Wessels endet damit eine langjährige und prägende Tätigkeit. In ihrer Abschiedsbotschaft blickte sie mit Dankbarkeit auf die gemeinsame Zeit zurück: Die Zusammenarbeit sei stets vertrauensvoll, konstruktiv und verlässlich gewesen. „Es hat mir immer großen Spaß gemacht“, schrieb sie zum Abschluss.

